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Die Mietpreisbremse – Was Vermieter und Mieter wissen sollten

Seit Sommer 2015 gilt in Deutschland die Mietpreisbremse. Doch was genau steckt hinter dem neuen Gesetz?

Als Grundsatz gilt, dass die zu Beginn des Mietverhältnisses vereinbarte Miete die ortsübliche Vergleichsmiete höchstens um zehn Prozent übersteigen darf. Jedoch sieht das Gesetz diverse Ausnahmeregelungen vor, die jeder Wohnungssuchende und Vermieter kennen sollte.

5 Ausnahmen zur Mietpreisbremse

Die Main Estate Immobilien GmbH hat diese Ausnahmeregelungen nachfolgend für Sie zusammengefasst um Ihnen einen qualifizierten Überblick zu verschaffen.

Ausnahme 1: Bestandsschutz

Es besteht Bestandschutz für die Vormiete, das heißt, der Vermieter kann bei Abschluss des neuen Mietverhältnisses eine Miete in Höhe der Vormiete vereinbaren, auch wenn diese mehr als zehn Prozent oberhalb der ortsüblichen Vergleichsmiete liegt.

Ausnahme 2: Stichtag 1. Oktober 2014

Die Mietpreisbremse gilt nicht für Wohnungen, die nach dem 1. Oktober 2014 erstmals genutzt oder vermietet wurden. Dies gilt nicht nur für die Erstvermietung, sondern für die gesamte Dauer der Mietpreisbremse.

Ausnahme 3: Modernisierte Bestandswohnungen

Wurde eine Bestandswohnung vor ihrer Wiedervermietung modernisiert, kann der Vermieter die Investitionen bei der Bestimmung der neuen Miete berücksichtigen.

Ausnahme 4: Umfassende Modernisierung

Eine Wohnung, die umfassend modernisiert wurde, ist bei ihrer erstmaligen Wiedervermietung von der Mietpreisbremse ausgenommen.

Ausnahme 5: Indexmieten

Indexmieten unterliegen nur hinsichtlich der Ausgangsmiete den Regelungen der Mietpreisbremse. Für die nachfolgenden Mieterhöhungen aufgrund der Anpassung an den Index gilt die Mietpreisbremse nicht mehr.

Es lässt sich also trotz des neuen Mietpreis-Checks im Internet nicht so ohne weiteres ermitteln, ob die Miete zu hoch ist. Hierzu ist immer eine individuelle Betrachtung des Einzelfalls notwendig.

Quelle: Immobilienscout24, IVD

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