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Jahresbericht 2015

Die Immobilienbranche stellt einen der größten Wirtschaftszweige Deutschlands dar und hat somit eine erhebliche Bedeutung für die deutsche Volkswirtschaft. Im Vergleich zu anderen Ländern nehmen die Immobilienmärkte in der Bundesrepublik eine Sonderrolle ein, da sie insbesondere in Zeiten der Wirtschafts- und Finanzkrise wichtige Stabilitätsfaktoren waren und sind. Die Main Estate Immobilien GmbH erhebt daher im Zuge ihrer Funktion als Immobilienmakler in Neu-Isenburg sowie im Rahmen ihrer Tätigkeit als Immobilienberater den Anspruch an sich selbst, ihre Kunden über alle wesentlichen Entwicklungen auf dem deutschen Immobilienmarkt bestmöglich zu informieren.

Nach neuesten Hochrechnungen des Immobilienverbandes IVD, unter Zugrundelegung des vom Bundesministerium für Finanzen erhobenen Grunderwerbsteueraufkommens, wurden in Deutschland im Jahr 2014 Immobilien im Wert von 195,3 Milliarden Euro gehandelt. Gegenüber dem Jahr 2013 stellt das erneut einen Anstieg um rund 12 Milliarden Euro bzw. 6,5 Prozent dar. Betrachtet man das gesamte Bundesgebiet, ist das Interesse am privaten und gewerblichen Immobilienmarkt somit nach wie vor sehr hoch.

Abgesehen von Berlin und Schleswig-Holstein sind die Transaktionsumsätze in allen Bundesländern mehr oder minder stark gestiegen. Dabei verzeichnet Bremen das stärkste Umsatzwachstum (+25,9 Prozent auf 1,75 Milliarden Euro) gefolgt von Hessen (+23,8 Prozent auf 17,8 Milliarden Euro) und Sachsen (+22 Prozent auf 7,03 Milliarden Euro).

Mit einem Minus von 9,81 Prozent konnte in Berlin 2014 der stärkste Umsatzrückgang verzeichnet werden. Hier ist das Transaktionsvolumen von 14,7 auf 13,3 Milliarden Euro gesunken. Es zeigt sich einmal mehr, wie eine Erhöhung der Grunderwerbsteuer das Transaktionsgeschehen spürbar negativ beeinflusst und so auch die Eigentumsbildung erschwert. In Berlin war die Grunderwerbsteuer zum Jahresbeginn 2014 von 5,0 auf 6,0 Prozent erhöht worden.

Mit 40,7 Milliarden Euro wurden wie in den Jahren zuvor auch 2014 die höchsten Umsätze in Bayern erzielt. Im Vorjahresvergleich sind die Umsätze noch einmal um 5,8 Prozent angestiegen. An zweiter Stelle folgt Nordrhein-Westfalen mit 38,3 Milliarden Euro. Hier ist das Transaktionsvolumen um knapp zwölf Prozent angewachsen. Auf Platz drei liegt Baden-Württemberg mit einem Umsatz von 27,18 Milliarden Euro – ein Plus von 3,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Nachdem die Transaktionsumsätze in Hessen insbesondere als Folge des Anstiegs der Grunderwerbssteuer von 3,5 auf 5,0 Prozent zeitweise rückläufig waren, konnte für 2014 trotz einer weiteren Anhebung der Grunderwerbssteuer auf 6,0 Prozent wieder eine deutliche Zunahme der Transaktionsumsätze festgestellt werden (+23,8 Prozent auf 17,8 Milliarden Euro). Angefeuert durch historisch niedrige Zinskonditionen bleibt die Nachfrage nach dem Sachwert Immobilie insbesondere in den Metropolregionen wie etwa dem Rhein-Main-Gebiet auf einem sehr hohen Niveau. Hinzu kommt ein verstärkter Trend zu mehr Single-Haushalten sowie zur Eigentumsbildung. Diese Entwicklungen tragen ebenfalls zum Anstieg der Immobilienumsätze bei.

Inflationsängste und die Tatsache fehlender Alternativen für sichere Anlageprodukte mit entsprechender Verzinsung sorgen mittlerweile auch in den Peripherien der Metropolen für eine konstant steigende Nachfrage nach Kapitalanlagen sowie eigengenutzten Immobilien. Das Immobilienangebot in den größeren Städten Hessens befindet sich insgesamt auf einem sehr niedrigen Niveau, wobei hierbei natürlich die Lage den Ausschlag gibt. Die Folge der konstant hohen Nachfrage nach Immobilien im Rhein-Main-Gebiet sind steigende Mieten und Kaufpreise. Dies gilt in erster Linie für die besten Lagen und insbesondere für die begehrten Frankfurter Innenstadtlagen. Aufgrund der niedrigen Zinsen stehen dabei Renditeobjekte im Wohnbereich unverändert im Fokus von Investoren. Die stetig steigenden Einwohnerzahlen in Frankfurt und dem Rhein-Main-Gebiet aufgrund der hohen Lebensqualität sowie umfangreicher Beschäftigungsmöglichkeiten verschärft jedoch den Druck auf Wohnraum im unteren Preissegment, in dem die Nachfrage nicht annähernd bedient werden kann.

Allgemein lässt sich festhalten, dass für den Immobilienmarkt in Frankfurt und dem Rhein-Main-Gebiet nach wie vor ein positiver Trend zu beobachten ist. Dies ergab unter anderem eine von der Frankfurter Immobilienbörse durchgeführte Untersuchung zum Wohnimmobilienmarkt. Als Folge steigender Einwohnerzahlen – insbesondere in der Metropole Frankfurt am Main – ergibt sich ein erheblicher Nachfrageüberhang in nahezu allen Segmenten des Wohnimmobilienmarktes. Historisch niedrige Zinsen sowie eine zumindest temporär verbesserte Finanzierungsbereitschaft durch die Finanzinstitute unterstützen diesen positiven Trend.

Grundsätzlich gilt jedoch nach wie vor, dass die Lage der entsprechenden Immobilien das alles entscheidende Kriterium für die Vermarktung darstellt. Erreichbarkeit, Infrastruktur und Verkehrsanbindung sowie Anwohnerstruktur, Wohn- und Lebensqualität lassen sich dabei deutlich aus den ermittelten Marktdaten ablesen und sind bei der Hauptnachfragegruppe (Eigennutzer im Alter zwischen 30 und 45) ausschlaggebend für die Standortwahl. Diese Tatsache erklärt letztendlich auch die grundsätzlich sehr heterogene Preisstruktur auf dem Immobilienmarkt. Abgesehen von der Problematik einer stetig wachsenden Nachfrage nach Wohnraum im unteren Preissegment, die noch immer nicht ausreichend bedient werden kann, ist die Metropolregion Frankfurt am Main, nicht zuletzt durch einen konstant robusten Arbeitsmarkt, in den entsprechenden Lagen einer der attraktivsten Immobilienstandorte Deutschlands.

Quelle: gif e.V. / IVD / IHK Frankfurt am Main

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